iPhone gegen den Rest der Welt

iPhone gegen den Rest der Welt

Seit vier Jahren veröffentlicht Apple im schönen Jahresrhythmus Neuauflagen seines iPhones. Dieses Jahr war die vierte Version, die schlicht iPhone 4 betitelt wurde, an der Reihe. Doch kann der Hype um jede Neuveröffentlichung des US-amerikanischen Konzerns mit dem angebissenen Apfel auch gegenüber der Konkurrenz standhalten? Der folgende Artikel versucht diese Frage zu beantworten.

Was zeichnet das iPhone aus?

Apple hat selten wirklich gravierende Änderungen an seinem Vorzeigeprodukt vorgenommen. Inkrementelle Upgrades der größten Schwachstellen, also Evolutionen statt Revolutionen, war bislang die Devise. Auch beim iPhone 4 hat sich das nicht geändert. Die größte Neuerung dürfte der von Apples Marketingabteilung „Retina Display“ getaufte Touchscreen sein, der mit einer hohen Pixeldichte pro Quadratzentimeter glänzt. Gegenüber der Konkurrenz ist das auch tatsächlich so. Selbst Hardwarewunder wie das HTC Desire oder Nokias N8 können bei der Pixeldichte von 336 ppi (Pixel pro Quadratzoll) nicht mithalten.
Im Inneren des iPhone 4 sorgt derselbe Prozessor für Leistung, der auch schon im iPad aus gleichem Hause zur Anwendung kommt. Durch die verringerte Auflösung gegenüber ebenjenem iPad reagiert die CPU im iPhone sogar noch ein Stückchen schneller, wobei unterschiedliche Softwareumgebungen und die restliche Hardware diesen Vorteil wahrscheinlich kaum messbar machen dürften. In den erwähnten Mobiltelefonen HTC Desire und Nokia N8 arbeiten die verbreiteten ARM Cortex-Prozessoren vom Typ Snapdragon, welche ebenfalls mit 1 GHz getaktet sind. Ob und welcher Prozessor dabei wirklich schneller ist, lässt sich nicht sagen. Alle drei Mobiltelefone setzen auf unterschiedliche Betriebssysteme und Software, womit ein direkter Vergleich unmöglich gemacht wird.

Unterschiedliche Betriebssysteme

Auf Apples iPhone 4 kommt das iOS 4 zur Anwendung. Das HTC Desire setzt auf Googles erfolgreiches Android-Betriebssystem und Nokia nutzt beim N8 das erste Mal das neue Symbian 3. Sony Ericsson verbaut im Xperia X10 ebenfalls eine Eigenentwicklung. Wenn man diese vier Mobiltelefone miteinander vergleicht, kann man sich somit fast ausschließlich auf Hardware beschränken – Software untereinander zu vergleichen ist schwierig. Bei externer Software hingegen sieht die Sachlage anders aus.
Denn heutzutage ist ein Mobiltelefon ohne kleine Applikationen, die man sich von überall und jederzeit herunterladen kann, nichts wert. Apples eigener App Store tritt hier eine Vorreiterfunktion mit über 200.000 verschiedenen Applikationen an. Auch Googles Android-Market erfreut sich größter Beliebtheit. Täglich kommen neue Anwendungen hinzu, wobei Google einen etwas offeneren Ansatz verfolgt als Apple. Nokia und Sony Ericsson betreiben eigene Märkte, die allerdings nur zögerlich angenommen werden. Das mag auch an der unterschiedlichen Zielgruppe liegen. Schließlich braucht nicht jeder hunderte von Applikationen. Außerdem sind das iPhone und viele Android-Smartphones schon zu Lifestyle-Objekte herangewachsen. Somit ist es verständlich, dass dort auch mehr Anwendungen heruntergeladen werden.

Wo ist mein Speicherplatz?

Für Anwender, die auf ihrem Mobiltelefon auch häufig größere Datenmengen transportieren, entpuppt sich das iPhone 4 als ein wenig enttäuschend. Das liegt vor allem daran, dass keine Unterstützung für microSD- oder microSDHC-Karten gegeben ist, während sie bei der Konkurrenz bereits seit Jahren zum rasch abgehakten Checklisten-Feature mutiert sind. Somit kann man auf einem iPhone 4 – je nach Ausführung – eine maximale Datenmenge von 32 Gigabyte transportieren, welche fest als Flash-Speicher verbaut sind. Das ist natürlich noch immer eine Menge, aber Nokias N8 beispielsweise kann auf acht Gigabyte internen Speicher zählen und gleichzeitig per Speicherkarte weitere 32 Gigabyte hinzufügen. Außerdem ist die größte Version des iPhone 4 wirklich nicht eben billig (bis zu ca. 1000 Euro). Wenn man mit diesem Malus klarkommt, bleibt das iPhone 4 natürlich noch immer noch ein super Smartphone. Es zeigt sich jedoch, dass selbst die „Revolution“, wie Apple das iPhone 4 nennt, Schwachstellen aufweist.

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