Viren auch auf dem Smartphone?

Viren auch auf dem Smartphone?

Bislang waren Viren auf Handys noch kein wirkliches Thema. Doch durch die steigende Zahl von mobilen Applikationen sowie die zumeist offenen Betriebssysteme steigt auch die konkrete Gefahr, Opfer eines Angriffs von Viren zu werden.

Wie groß ist die Gefahr von Viren auf dem Smartphone?

Im Gegensatz zum PC oder Notebook ist die Anzahl der vorhandenen Viren für Smartphones noch relativ gering. Dies liegt vor allem an der großen Anzahl unterschiedlicher Betriebssysteme, welche für Smartphones existieren. So gibt es unter anderem das Betriebssystem iOS von Apple, Android von Google oder auch Windows 7 von Microsoft. Dies macht es für Programmierer relativ aufwendig Viren zu programmieren, da diese an alle Betriebssysteme angepasst werden müssen. Dies ist der Grund, warum dies noch kein verbreitetes Geschäftsmodell für Kriminelle ist. Es sind jedoch bereits erste Schädliche für Smartphones aufgetaucht.

Was sind die Gefahren bei Smartphones?

Da es sich bei Smartphones vom Prinzip her um kleine Computer handelt, können diese wie der heimische Rechner durch Viren angegriffen und ausspioniert werden. So können Kriminelle beispielsweise Passwörter, Identitäten oder auf dem Smartphone gespeicherte persönliche Daten abgreifen. Ein heikler Punkt ist dabei Telefon bzw. SMS-Funktion sowie die zumeist aktivierte Satellitennavigation. So gibt es beispielsweise Schädlinge, welche im Hintergrund kostenpflichtige SMS versenden oder über GPS den jeweiligen Standort des Smartphones weitergegeben haben. Zudem können auch die auf dem Telefon gespeicherten Kontakte von unbefugten Personen abgegriffen werden.

Gefahrenpunkt Online-Banking

Ein Grund, weshalb künftig vermehrt auch Viren für Smartphones befürchtet werden, ist die steigende Anzahl von Personen, welche über das mobile Telefon auch das Online-Banking nutzen. Einer Umfrage des Unternehmens Kaspersky Labs zufolge haben im vergangenen Jahr bereits 33 Prozent aller Besitzer von Smartphones verschiedene Funktionen des Online-Bankings genutzt. Dazu kommt, dass es immer mehr Möglichkeiten gibt, das Smartphone auch als Zahlungsmittel einzusetzen. Da in vielen Fällen die Zugangsdaten auf dem Mobiltelefon gespeichert werden, ergibt sich daraus eine wahre Fundgrube für kriminelle Datensammler.

Gibt es Viren auch für das iPhone?

Generell ist die Gefahr von Viren bei Betriebssystemen von Apple geringer, da Apple im Gegensatz zu Google den Quellcode nicht offen legt. Dennoch sind auch bereits für das iPhone Schädlinge aufgetaucht. So breitete sich beispielsweise in Australien ein Wurm auf Geräten aus, welche mittels eines Jailbreaks freigeschaltet wurden. Dabei gelang dieser über offene SSH-Zugänge auf die betreffenden iPhones. Der Vorteil für Nutzer besteht darin, dass es recht einfach ist, sich gegen solche Angriffe zu schützen. Im Prinzip reicht es aus, die vorgegebenen Passwörter für die Zugänge mobil und root zu ändern.

Veröffentlicht in Allgemein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*